Schulgeld - Aktion
Projektpartner: diverse Ordensschulen
Projektort: verschiedene in mehreren Regionen des Landes
Zahl der Begünstigten: Ca. 300 (von ungefähr 2.000 Schülerinnen und Schülern der im Rahmen des Projekts unterstützten Schulen)

Projektbeschreibung:
Aktuell werden mehrere Ordensschulen in verschiedenen Regionen des Landes im Rahmen der ICO-Schulgeldaktion unterstützt, so etwa die Schule St. Josef der Barmherzigen Schwestern in Ajeltoun, die Schule St. Vinzenz der Schwestern von Besançon in Baskinta, die Schule der Schwestern vom Guten Hirten in Hammana im Schufgebirge und die Schule Mar Doumit der Karmeliten in Kobayat im Nordlibanon. Diese Art der Unterstützung ist aus mehreren Gründen sehr wichtig:
- Bildung bleibt für arme Familien zugänglich.
Der Libanon befindet sich seit Jahren in einer schweren Wirtschafts- und Finanzkrise. Viele Familien sind verarmt und stehen vor der Entscheidung, ob sie Lebensmittel oder das Schulgeld bezahlen. Ohne finanzielle Hilfe müssten zahlreiche Kinder die Schule verlassen.
- Ordensschulen leisten einen wesentlichen Beitrag zum Bildungssystem.
Katholische und andere kirchliche Schulen unterrichten einen erheblichen Teil der libanesischen Schülerinnen und Schüler. Sie stehen Kindern aller Religionen offen und entlasten das staatliche Schulsystem, das nicht genügend Kapazitäten und Ressourcen besitzt, um alle Kinder aufzunehmen.
- Sie fördern das Zusammenleben verschiedener Religionsgemeinschaften.
In den Ordensschulen lernen christliche, muslimische und andere Kinder gemeinsam. Damit tragen sie zum friedlichen Zusammenleben und zum gesellschaftlichen Zusammenhalt in einem religiös vielfältigen Land bei.
- Schulschließungen hätten weitreichende Folgen.
Viele Ordensschulen kämpfen mit steigenden Betriebskosten, der Abwanderung von Lehrkräften und ausbleibenden Einnahmen aus Schulgeldern. Müssten sie schließen, verlören nicht nur Kinder ihren Bildungsplatz, sondern auch viele Lehrkräfte ihre Arbeit. Besonders ländliche Regionen wären davon stark betroffen.
- Hilfe wirkt direkt und konkret.
Wenn das Schulgeld für bedürftige Kinder übernommen wird, können sie ihre Ausbildung fortsetzen, obwohl ihre Eltern die Kosten nicht tragen können. Gleichzeitig erhalten die Schulen die notwendigen Einnahmen, um Lehrkräfte zu bezahlen und den Unterricht aufrechtzuerhalten.
Die Unterstützung von Ordensschulen im Libanon dient also nicht nur einzelnen Kindern, sondern trägt dazu bei, Bildung, soziale Stabilität und das friedliche Miteinander in einem Land zu erhalten, das von einer anhaltenden Wirtschafts- und Gesellschaftskrise besonders stark betroffen ist.
Finanzierungsstatus: Für dieses Projekt werden regelmäßig Mittel benötigt. Spenden werden erbeten mit dem Verwendungszweck „Schulgeld Libanon“
Masskaneh/Syrien